27. Novem­ber 2019

Die Problematik Römer-Thermen ist komplexer als oft dargestellt -

Was sind uns die Römer-Ther­­men wert?

Die SPD spricht von drei Sze­na­ri­en: Schlie­ßung, Wei­ter­be­trieb in kom­mu­na­ler Hand oder Privatisierung.

Die Sach­la­ge ist lei­der nicht so ein­fach, wie sie in dem Arti­kel der SPD beschrie­ben wurde.

Es ist rich­tig, dass die Ther­men mit lang­fris­ti­gen Schul­den in Höhe von 6,5 Mil­lio­nen Euro zu kämp­fen haben. Bei einer Schlie­ßung müss­ten die­se von der Stadt Bad Brei­sig über­nom­men wer­den. Dar­über hin­aus käme es bei einer Schlie­ßung auch noch zu Buch­wert­ab­schrei­bun­gen von Gebäu­den und tech­ni­schen Anla­gen in Höhe von rund 3,5 Mil­lio­nen Euro. Auch wei­te­re Kos­ten, wie z. B. Wei­ter­zah­lung der Gehäl­ter und Ver­pflich­tun­gen aus bestehen­den Lea­sing­ver­trä­gen kämen bei einer Schlie­ßung noch on Top hin­zu. Auch beim Ver­kauf der Römer-Ther­­men an einen Pri­vat­in­ves­tor wür­den die­se Beträ­ge den städ­ti­schen Haus­halt belas­ten. Ein nen­nens­wer­ter Ver­kaufs­er­lös wäre hin­ge­gen in der Regel nicht zu erwarten.

Nach einer Schlie­ßung fragt sich zudem, ob die Stadt wei­ter­hin einen Gäs­­te- und Tou­ris­mus­bei­trag in der bis­he­ri­gen Höhe ver­ein­nah­men könn­te.  Die­se Ein­nah­men sum­mie­ren sich immer­hin auf 300.000 €, die man nur ver­ein­nah­men kann und darf, wenn eine tou­ris­ti­sche Infra­struk­tur auch in Form der Römer-Ther­­men vor­ge­hal­ten wird.

Im Werks-Aus­­­schuss war man sich inso­fern einig, dass die Suche nach einem Inves­tor nur sinn­voll ist, wenn man die „Braut“ vor­her auf­hübscht. Heißt, sowohl die ener­ge­ti­sche Sanie­rung als auch die Neu­aus­rich­tung durch das Betriebs­kon­zept der Fir­ma PROVA. Anschlie­ßend muss dann nach einer Lösung gesucht wer­den, bei der die Stadt auf alle Fäl­le Eigen­tü­mer des Grund­stücks sowie der Gebäu­de und Quel­len blei­ben soll­te. Auch wenn die Ther­men dann durch einen Inves­tor betrie­ben wür­den, hät­te die Stadt jähr­li­che Kos­ten in Höhe von