Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Horst Gies und Gui­do Ernst:

Rhein­land-Pfalz soll­te dem hes­si­schen Bei­spiel nach Sprach­för­de­rung bei Defi­zi­ten und Sprach­tests fol­gen. Bil­dungs­mi­nis­te­rin Hubig sieht das anders. Dazu erklä­ren die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Gui­do Ernst und Horst Gies:

Nach wie vor ver­schließt Bil­dungs­mi­nis­te­rin Hubig (SPD) die Augen vor der Rea­li­tät gro­ßer sprach­li­cher Defi­zi­te bei rhein­land-pfäl­zi­schen Schul­kin­dern. Kein flä­chen­de­cken­des Kon­zept und viel zu wenig Per­so­nal für Sprach­för­de­rung haben aber gra­vie­ren­de nega­ti­ve Fol­gen. Ein Drit­tel der Kin­der ver­las­sen in Rhein­land-Pfalz die Grund­schu­le ohne rich­tig schrei­ben und lesen zu kön­nen. Kin­der mit Pro­ble­men in der deut­schen Spra­che oder mit nicht-mut­ter­sprach­li­chen Eltern­häu­sern gibt es aber zwi­schen­zeit­lich im gesam­ten Land. Statt die­ses Pro­blem sys­te­ma­tisch anzu­ge­hen, ver­weist das SPD-Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um wie­der ganz all­ge­mein auf ‚all­tags­in­te­grier­te Sprach­för­de­rung‘ in Kitas und ver­teilt nur in weni­gen ein­zel­nen Schu­len Wohl­fühl­häpp­chen wie ganz aktu­ell mit dem Ver­such ‚S hoch 4‘.“

Die CDU schlägt vor, den ziel­ge­rich­te­ten Weg von Hes­sen auf­zu­grei­fen, so Gies und Ernst. Einen beson­de­ren Schwer­punkt im Bil­dungs­etat stel­le dort die Stär­kung der Bil­dungs­spra­che Deutsch dar. 180 zusätz­li­che Stel­len die­nen in Hes­sen der im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bar­ten Aus­wei­tung der Stun­den­ta­fel in der Grund­schu­le um eine zusätz­li­che Deutsch­stun­de, die zum Schul­jahr 2020/21 star­ten wird. Dar­über hin­aus wer­den dort die Deutsch-För­der­kur­se beglei­tend zum regu­lä­ren Unter­richt aus­ge­baut.

Die bei­den Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten sind der Mei­nung: „Frau Hubig muss end­lich ein­se­hen, dass klei­ne Ein­zel­ak­tio­nen nur wei­ße Sal­be sind. Die CDU for­dert kon­se­quen­tes und flä­chen­de­cken­des Han­deln. So wie Hes­sen brau­chen wir mehr För­der­kur­se im Bereich Deutsch sowie ver­bind­li­che Sprach­tests vor der Ein­schu­lung mit ent­spre­chen­den För­der­mög­lich­kei­ten für unse­re Kin­der. Die Beherr­schung unse­rer Spra­che ist die wich­tigs­te Vor­aus­set­zung für den Bil­dungs­er­folg unse­rer Schü­le­rin­nen und Schü­ler.“