Horst Gies (MdL) fragt: „Was macht das Coro­na­vi­rus mit unse­ren Ver­ei­nen im Land? Wie gehen gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen mit COVID-19-Aus­wir­kun­gen um und vor wel­chen Her­aus­for­de­run­gen ste­hen Familien‑, Frei­zeit­ein­rich­tun­gen, Frau­en­häu­ser oder sozia­le Dienst­leis­ter?“

Coro­na ver­än­dert unser Leben“, kon­sta­tiert auch Chris­ti­an Bald­auf, Vor­sit­zen­der der CDU-Frak­ti­on im rhein­land-pfäl­zi­schen Land­tag. „Wir alle sind betrof­fen, in der Stadt und auf dem Land, in unter­schied­li­cher Form: als Mit­glie­der in Ver­ei­nen, als Ver­ant­wort­li­che in Vor­stän­den, als Fami­li­en, als Ehren­ämt­ler, jün­ge­re wie älte­re Genera­tio­nen. Hier setzt die CDU-Land­tags­frak­ti­on an und for­dert die Lan­des­re­gie­rung auf, sozia­le Ange­bo­te in der rhein­land-pfäl­zi­schen Flä­che sicher­zu­stel­len, Ver­ant­wort­li­che zu unter­stüt­zen und Hil­fe­stel­lung für Betrof­fe­ne anzu­bie­ten.“

Dazu lie­fert die CDU-Land­tags­frak­ti­on eine Arbeits-und Dis­kus­si­ons­grund­la­ge, die ein finan­zi­el­les Volu­men von rund 50 Mil­lio­nen Euro umfasst.

 „Wir wol­len ein Fun­da­ment zur Unter­stüt­zung sozia­ler Ange­bo­te, das auf vier Pfei­lern auf­baut:

1.Gemeinschaftliche Struk­tu­ren / Ehren­amt / Ver­ei­ne / Kul­tur.

2.Einrichtungen für Fami­lie und Jugend / Frei­zeit / Bil­dung.

3.Schutz von Frau­en und Fami­li­en / Bera­tungs­an­ge­bo­te.

4.Soziale Hand­lungs­re­ser­ve-Pfei­ler,

so die Abge­ord­ne­ten aus dem Ahr­kreis Horst Gies und Gui­do Ernst.

Im Ein­zel­nen möch­te die CDU-Frak­ti­on im rhein­land-pfäl­zi­schen Land­tag, dass auch ein­ge­tra­ge­nen Ver­ei­nen ohne ange­glie­der­tem Wirt­schafts­be­trieb im Bedarfs­fall finan­zi­ell gehol­fen wer­den muss. Hier­zu sei ein Hilfs­pa­ket („Ver­eins­hil­fe-Fonds“) zu schnü­ren, der aus Mit­teln des bereits beschlos­se­nen Nach­trags­haus­hal­tes zu bedie­nen wäre. Als Grund­la­ge dient ein Richt­wert von 15,00 € pro nach­ge­wie­se­nem Ver­eins­mit­glied.

Zudem bringt die CDU Land­tags­frak­ti­on eine schnel­le und unkom­pli­zier­te Hil­fe für freie Kul­tur­schaf­fen­de, Krea­ti­ve und wei­te­re Solo­selb­stän­di­ge (u.a. Jour­na­lis­ten, Dozen­ten, Kunst­hand­wer­ker, Schau­stel­ler) ins Spiel. Vor­ge­se­hen hat sie hier­für eine monat­li­che Unter­stüt­zungs­leis­tung in Höhe von max. 1.180,-€ für drei Mona­te. Für die­sen Pfei­ler sind rund 27 Mil­lio­nen Euro ein­zu­pla­nen.

In Pfei­ler 2 müss­ten Jugend­her­ber­gen und ähn­li­che Beher­ber­gungs­be­trie­be in ein geson­der­tes Hilfs­pro­gramm ein­ge­bun­den wer­den. Min­des­tens 10 Mil­lio­nen Euro müss­ten dazu vor­ge­se­hen wer­den. Zusätz­li­che finan­zi­el­le Zuwen­dun­gen sei­en zudem an Zoos, Tier­parks und Tier­hei­me in Ver­eins­trä­ger­schaft zu zah­len.

In Pfei­ler 3 for­dern die Abge­ord­ne­ten Mit­tel für Auf-und Aus­bau von Bera­tungs­struk­tur für Frau­en, Kin­der, beson­ders für Mäd­chen.

Dafür brau­che man zusätz­li­che Per­so­nal­kos­ten, Online­be­ra­tungs­plät­ze und für die Bewer­bung des Bera­tungs­an­ge­bots in Soci­al-Media finan­zi­el­le Mit­tel, auch für die Bewer­bung von Hilfechats und Tele­fon­num­mern auf allen schu­li­schen und uni­ver­si­tä­ren Inter­net­sei­ten und Platt­for­men. Ange­dacht ist ein Volu­men von 8 Mil­lio­nen Euro.

Schließ­lich will die CDU in Pfei­ler 4 eine ‚Hand­lungs­re­ser­ve’ für sozia­le Dienst­leis­ter, Pfle­ge­per­so­nen bei der Schutz­aus­rüs­tung, sowie auch Mit­tel hier­für in der Ein­glie­de­rungs­hil­fe. Rund 5 Mil­lio­nen Euro sei­en vor­zu­se­hen.

Gui­do Ernst (MdL) weist dar­auf hin: „Wir brin­gen unse­re Über­le­gun­gen bewusst als Dis­kus­si­ons­grund­la­ge ins Spiel, um die Lan­des­re­gie­rung für die schwie­ri­ge Situa­ti­on vor Ort zu sen­si­bi­li­sie­ren. Wir sind bereit, unse­ren Input in der Sache zu leis­ten und bie­ten unse­re Hil­fe und Unter­stüt­zung an“.